Skulpturen
Mara Sophia Anna-Lena Gertrud zu Elsenbruch-Erzgebirge – Erde, die bleibt
Erste Einzelausstellung
Gefördert von der Stiftung Grüner Frieden
5.7.2026 – 28.9.2026
Museumspark, Skulpturengarten
Die Einzelausstellung der Künstlerin Mara Sophia Anna-Lena Gertrud zu Elsenbruch-Erzgebirge widmet sich ökologischen Transformationsprozessen und dem Verhältnis von Natur, Zeit und menschlichem Eingriff.
In großformatigen Skulpturen und ortsspezifischen Installationen arbeitet Elsenbruch mit Materialien wie Lehm, Pflanzenfasern und recyceltem Metall. Ihre Werke verändern sich im Laufe der Ausstellungsdauer und machen Prozesse von Zerfall und Regeneration sichtbar.
Ein eigens angelegter Teil des Skulpturengartens wird Teil der Ausstellung und wächst über die Monate hinweg weiter – ein lebendiges Archiv der Veränderung.
Über die Ausstellung
Die Ausstellung „Erde, die bleibt“ ist eine umfassende Einzelausstellung der Künstlerin Mara Sophia Anna-Lena Gertrud zu Elsenbruch-Erzgebirge und widmet sich den leisen, aber tiefgreifenden Transformationsprozessen unserer Umwelt.
Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis steht die Auseinandersetzung mit Materialität, Zeit und Vergänglichkeit. Elsenbruch-Erzgebirge arbeitet bevorzugt mit organischen und erdgebundenen Materialien wie Lehm, Asche, Pflanzenfasern und oxidierenden Metallen. Diese Stoffe unterliegen natürlichen Veränderungen – sie trocknen, reißen, verformen sich oder beginnen zu zerfallen. Die Werke sind dadurch niemals statisch, sondern befinden sich in einem fortwährenden Prozess.
Die Ausstellung erstreckt sich über die Innenräume des Museums sowie den angrenzenden Skulpturengarten. Dort entstehen ortsspezifische Arbeiten, die bewusst den Witterungsbedingungen ausgesetzt sind. Wachstum, Erosion und Zerfall werden nicht nur thematisiert, sondern aktiv Teil der künstlerischen Arbeit.
Elsenbruch-Erzgebirge versteht ihre Werke als temporäre Zustände innerhalb größerer ökologischer Zusammenhänge. Sie hinterfragt die menschliche Vorstellung von Dauerhaftigkeit und Kontrolle und setzt ihr eine Praxis entgegen, die Veränderung als grundlegendes Prinzip begreift. Dabei entsteht eine besondere Form der Wahrnehmung: Besucher:innen sind eingeladen, Prozesse zu beobachten, die sich über Tage, Wochen und Monate entfalten.
„Erde, die bleibt“ ist keine Ausstellung im klassischen Sinne, sondern ein sich entwickelndes Gefüge aus Materialien, Zeit und Umgebung. Sie eröffnet einen Raum, in dem Vergänglichkeit nicht als Verlust, sondern als Voraussetzung für Neues erfahrbar wird.
Ausgezeichnet!
Für ihre Arbeit im Spannungsfeld von Kunst und Ökologie wurde Mara Sophia Anna-Lena Gertrud zu Elsenbruch-Erzgebirge 2023 mit dem Europäischen Preis für Nachhaltige Kunstpraktiken (EPSK) ausgezeichnet. Der Preis würdigt Künstler:innen, die sich in besonderer Weise mit ökologischen Fragestellungen auseinandersetzen und innovative Ansätze im Umgang mit natürlichen Ressourcen entwickeln.
Künstlerbiografie Mara Sophia Anna-Lena Gertrud zu Elsenbruch-Erzgebirge (1984, Freiberg, Deutschland)
Mara Sophia Anna-Lena Gertrud zu Elsenbruch-Erzgebirge arbeitet mit Skulptur und ortsspezifischer Installation. Im Zentrum ihrer Praxis steht die Untersuchung von natürlichen Transformationsprozessen und der zeitlichen Dimension von Material. Sie studierte Freie Kunst in Dresden und Wien. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im deutschsprachigen Raum sowie international gezeigt, insbesondere im Kontext von Kunst und Ökologie. Die Künstlerin lebt und arbeitet zwischen dem Erzgebirge und Brandenburg.
„Diese Arbeiten entstehen nicht trotz der Zeit – sondern durch sie.“
Dr. Elias Brenner, Kurator